Zur Diskussion:
Kreuz und Kopftuch
Seit geraumer Zeit verfolgt man das Gezerre um das Verbot des Kopftuchtragens in Schulen als Zeichen religiösen Bekenntnisses. Nun sichert ja unser Grundgesetz jedem Bewohner Deutschlands zu, seinen Glauben öffentlich und ungehindert zu bekennen. So weit, so gut.
Gänzlich unverständlich aber ist, dass unser Bundespräsident Rau, der sich ja als bekennender Christ versteht und auch ist und sich auch wohl nicht ungern "Bruder Johannes" nennen lässt, in seinem seit Jahrhunderten christlich geprägten Land plötzlich die Meinung kund tut, bei einem Kopftuchverbot müsste man aus Fairness-Gründen auch christliche Symbole aus öffentlichen Einrichtungen entfernen. Duldsamkeit kann doch wohl nicht so weit gehen, dass man seine eigenen Wertsymbole in Frage stellt. Eine merkwürdige Einstellung eines Christen.
In logischer Fortentwicklung dieses Gedankens müssten dann auch Kreuze von Kirchtürmen abmontiert und von Gräbern entfernt werden. Genau das würde ein fundamentalistischer Islam fordern, hätte er hier die Dominanz. In einer Zeit, in der Kirchen zweckentfremdet, verkauft oder sogar abgerissen, dagegen Moscheen in zunehmender Zahl errichtet werden, ist eine Bekundung wie die des Bundespräsidenten dem verbliebenen Rest des Christentums in unserem Lande, der sich mittlerweile in eine Art Verteidigungsstellung gedrängt sieht, nicht gerade dienlich. Es ist eines Staatsoberhauptes nicht würdig, die Kultur seines Landes zur Disposition zu stellen. Eine auch nur annähernd ähnliche Duldsamkeit, wie sie der Islam bei uns erfährt, würde man in streng islamischen Ländern vergeblich suchen.
Und dass man den "Kalifen von Köln", der offen zum Sturz des parlamentarischen Systems und zum Kampf gegen die "Ungläubigen" in dem Land aufruft, das ihm Asyl und Zuflucht gewährt, nicht hinauswirft, heißt die Toleranz ad absurdum führen. Wo bleibt hei diesem Hetzer die Toleranz gegenüber Andersdenkenden? Aufgrund einiger Suren des Koran ist auch Toleranz gegenüber "Ungläubigen" gar nicht angebracht. Duldsamkeit wird von der Minderheit stets lautstark eingefordert, aber wenn diese ein mal die Oberhand hat, existiert für sie dieses Wort nicht mehr. Das hat die Geschichte gerade auch auf religiösem Gebiet eindrucksvoll demonstriert.
Der Islam steckt zur Zeit wieder in einer aggressiven Phase, die das Christentum glücklich überwunden hat. Wenn auch der Westen an dieser Entwicklung nicht ganz unschuldig ist (Günter Grass "Der Terrorismus ist der Zorn der Dritten Welt über den Luxus des Westens"), sollte man religiösem Dogmatismus und Fanatismus das Wirken nicht allzu leicht machen. Erhält man zuviel "Backenstreiche", dann tutīs irgendwann weh.
Heinz Leukel
Der Blick vom Kirchturm wird vom Kirchenvorstand der Evangelischen Christophorusgemeinde in Wiesbaden-Schierstein herausgegeben und ist für die Mitglieder der Gemeinde bestimmt.
Redaktion: Pfr. Jörg Mohn, Heinz Leukel, Umbruch: Udo Rieber
Alle erreichbar über das Gemeindesekretariat, Telefon: 2 23 50.
Nachdruck bei Quellenangabe und Belegexemplar gerne gestattet.
Redaktionsschluss für die nächste Ausgabe ist der 7. Mai 2004.
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Was lange währt....
Nach dem Flop mit dem Nachfolger unseres in Ruhestand getretenen Küsters Dieter Seidel, welch Ersterer sich vor Allem durch Unzuverlässigkeit hervortat, haben wir nun endlich den Richtigen erwischt. Andreas Rückert, der schon vor Weihnachten seinen Dienst antrat und gleich durch Fleiß auffiel, wurde am 25. Januar auch offiziell in sein Amt eingeführt.
Er stammt, was schon sein Dialekt verrät, aus Sachsen. Genauer aus Zschopau bei Chemnitz, wo er am 2.2.1963 das Licht Welt erblickte. Da das nicht weit vom Erzgebirge ist, wurde er ein passionierter Skifahrer. Er heiratete 1984 und hat zwei Töchter von 20 und 15 Jahren. Nach dem Realschulabschluss besuchte er die Handwerksschule in Chemnitz, war Dachdeckergeselle und ist mittlerweile staatlich geprüfter Bautechniker für Hochbau mit Ausbildungsbefugnis; alles Fakten, die auch der Gemeinde zu Gute kommen. Dass er tüchtig und fachmännisch anpacken kann und man ihn auf nötige Arbeiten ganz und gar nicht stoßen muss, hat er schon hinlänglich bewiesen.
Seit 1990 lebte er als Dachdecker in Wiesbaden, ab 1996 in Schierstein-Nord und ist 2001 "Lindevierteler" geworden. Er und seine Familie sind begeisterte Wassersportler. In seiner Freizeit sieht man ihn auch manchmal auf seinem geliebten "heißen Ofen" (Motorrad). Offensichtlich fühlt er sich in "Scheerstaa" wohl. Wir heißen Ihn mit seiner Familie herzlich willkomen und wünschen ihm Glück, Gesundheit und Zufriedenheit und seinem Dienst eine allzeit glückliche Hand. HL
Neues aus der Kindertagesstätte
Kaum hat das neue Jahr begonnen, da sind wir auch schon wieder in vielen Aktionen unterwegs. Vor allem steht uns jetzt Faschingszeit bevor. Am 24. Februar ab 10.00 Uhr begeben wir uns wie im Vorjahr mit der Hafenschule zusammen auf einen Kinder-Fastnachtszug durch Schierstein! Groß und Klein sind aufgefordert, uns vom Straßenrand und aus den Fenstern zuzujubeln und zu bestaunen. Wir freuen uns also auf interessiertes und zahlreiches Publikum. Lassen wirīs also krachen und den Winter endgültig vertreiben. U. Langa
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