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Die Schiersteiner Kantorei
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Wer verbindet Kloster Eberbach mit einer venetianischen Dogenkrönung?
Mit unserem Konzert am 5.Juni in
Kloster Eberbach konnten wir zusammen mit "Parnassi musici"
und dem "Johann-Rosenmüller-Ensemble" eine Dogenkrönung musikalisch
und geschichtlich nachempfinden, welche in ausverkaufter Basilika
vom Publikum gefeiert wurde. Am Ende des Konzerts wußten wir,
warum wir in vielen und arbeitsintensiven Proben die Festmusiken
von Andrea und Giovanni Gabrieli und Claudio Monteverdi einstudiert
hatten: der überschwengliche Applaus und die guten Kritiken
entschädigten uns auch für die einstündige Stellprobe und das
häufige Auf- und Abtreten während des Konzerts, in welchem wir
unser Können in 5 bis 16-stimmigen Festmotetten unter Beweis stellen mußten.
Wunderbar aufgelockert wurde das Konzert durch die teils
sehr amüsanten Erzählungen der geschichtlichen Hintergründe
von 1624 durch Karl Rudolf Menke, wodurch auch der große Erfolg
dieses Konzerts begründet liegt. Einen ganz besonderen Dank
gilt aber sicherlich dem Initiator des ganzen Projektes:
unserem Leiter Martin Lutz, der in mühevoller Kleinstarbeit
die Musiken aus den Archiven geholt und neu gesetzt hat,
und zu dieser herausragenden Rekonstruktion nach einem
zeitgenössischen Bläser-Handbuch zusammengestellt hat.
Eine echte Meisterleistung!
Ein weiteres Konzert in der Basilika des Kloster Eberbachs unter
der Leitung von Martin Lutz, dieses Mal mit dem Bach-Ensemble
Wiesbaden, erwartet uns am 25. September um 16.00 Uhr. Neben
Wolfgang Amadé Mozarts Sinfonie in A-Dur (KV 201) spielt
Stephan Breit, 1. Solocellist des Hessischen Staatsorchester Wiesbaden,
und uns allen seit langem aus dem Bach-Ensemble Wiesbaden bekannt,
Joseph Haydens "Abschieds-Sinfonie" (Sinfonie 45 fis-moll) und
dessen beliebtes Konzert in D-Dur für Violincello und Orchester.
Wir in der SK bereiten uns nun nach der Sommerpause auf unser
großes Konzert am 5. November (19.30 Uhr) in der Marktkirche vor, in
dem wir nach Jahren nochmal Georg Friedrich Händels "Messiah" in
englischer Sprache aufführen werden. Dieses in nur 24 Tagen
entstandene Werk, ist nicht nur Händels berühmtestes Werk sondern
auch das Oratorium schlechthin. Trotzdem wird es im Rhein-Main-Gebiet
selten in englischer Sprache in Begleitung eines Barockorchester
(La Corona) auf Originalinstrumenten aufgeführt. Solisten sind
Trine Wilsberg Lund, Sopran, Kai Wessel, Countertenor, Andreas Karasiak,
Tenor und Markus Flaig, Bass. Karten von 5-30 Euro gibt es an den
bekannten Vorverkaufsstellen und im Büro von Martin Lutz direkt (0611/24280).
Davor können Sie Mitglieder unseres Chores aber noch in einer
Bachvesper in unserer Christophoruskirche hören. Am 11. September
um 17.00 Uhr singen wir mit dem Barockensemble "Parnassi musici",
dem Tenor Johannes Weiss und Bariton Sebastian Kitzinger die
schöne Kantate "Liebster Gott, wann werd ich sterben"(BWV 8)
in einem von Pfarrer Jörg Mohn gehaltenen Gottesdienst.
Einführung 16.30 Uhr, Eintritt frei.
Interessant für Liebhaber der Barock- und Renaissance-Musik
ist die am 29. Oktober um 17.00 Uhr stattfindende 372. Vespermusik
(Eintritt frei). Hier werden italienische Arien und Canzonen
von Caldara, Händel, Scarlatti, Donizetti und Rossini von
Sopran (Sarah Maria Sun) mit Gitarrenbegleitung (Carsten Link)
dargeboten. Durch ihre kurzen Anmerkungen zu Komponisten und
Werken können wir uns alle auf ein interessantes und
abwechslungsreiches Programm freuen.
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Zu aller Letzt und zu unserer größten Freude wollte ich nur noch
anmerken, daß es uns nach vielen Auslandsreisen nach England, Frankreich,
Portugal und der Schweiz nach 30 Jahren gelungen ist in einer Mainzer Kirche
unser Können unter Beweis zu stellen!!!
Wir waren am 16. Juli in der
Johanniskirche im Schatten des allgegenwärtigen Mainzer Domes und haben
dort ein a-capella Konzert gegeben. Damit hoffen wir, nicht nur den Mainzern
gezeigt zu haben, dass auch auf der anderen Seite des Rheins qualitativ
hochwertige Musik gemacht wird, sondern auch neue Konzertbesucher gewonnen
zu haben, die wir dringend brauchen, um in dieser finanziell schwierigen Zeit
weiterhin ein so vielfältiges und kostspieliges Programm unseren Zuhörern
bieten zu können.
Svenja Breil, Mitglied der Schiersteiner Kantorei
Fast vergessen,
nun wieder da!
Generationen von Schiersteiner Kindern gingen mit einem Groschen
zum bittenden Mohrchen und ließen ihn nicken.
Bei Vorbereitungen zum Kirchenjubiläum
fand ich ihn ohne seine Hände. Ich nahm mir daher vor, dass er wieder
repariert wird, um für Jung und Alt eine Attraktion zu werden.
Nun ist es soweit: ein Amateur-Schnitzer hat ihm seine Hände wiedergegeben,
und so wird Mohrchen in unserer Kirche für eine Spende an die Gemeinde dankbar nicken.
Das Altarbild des Wiesbadener Malers Adolf Presber, das zur NS-Zeit
nicht erwünscht war, wieder zu zeigen, war ein Anliegen von Heinz Leukel.
Das Bild war ohne Rahmen und stark verschmutzt. Nach Rücksprache mit der
hiesigen Firma Swatosch wurde das Bild gereinigt und gerahmt. Hinter dem
Altar, an der Altarrückwand hat es nun wieder einen würdigen Platz in
unserer Kirche gefunden. Es zeigt den Abschied des Auferstandenen von seinen
Jüngern (Johannes 21).
Mohrchen und das Altarbild sollten sie sich einmal anschauen.
Friedel Lehr
Wir danken den Inserenten, die Sie bei Ihrem nächsten Einkauf bitte
berücksichtigen wollen:
Therapiezentrum Schierstein
G. van Dijk, Reichsapfelstraße 1
Schreiben und Schenken
Maria Vogel, Reichsapfelstraße 17
EISEN-SCHNEIDER
Reichsapfelstraße 6
SCHRÖDER-Bestattungen
Christine Henrich, Rheingaustraße 6
O. Mank, Bad Heizung, Kettenbornstr. 8
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