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Aus der Schiersteiner Kantorei
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Die SK mit Mozarts unvollendeten Werken
Der Herbst kündigt sich an und das Jahr geht dem Ende zu. Aus
dem Proberaum der SK erklingen nun ernstere Töne als noch im
Frühling, als wir Mozarts Krönungsmesse einstudierten. Nun
konzentrieren wir uns ganz auf die unvollendeten Werke Mozarts:
Die Große Messe in c-Moll und sein Requiem. Alle werden
nun sagen, dass das nichts Neues ist, beides hat die SK
schon gesungen - aber nicht in diesen neuen Versionen!
Die von Mozart unvollständig hinterlassene Messe in c-Moll
(KV 427) wurde von Robert D. Levin, einem Musikwissenschaftler
und Spezialisten für alte Musik ergänzt und dann am
15. Januar 2005 in der Carnegie Hall New York uraufgeführt.
Diese auf 90 Minuten ergänzte Version wird nun von uns zum
ersten Mal in Wiesbaden aufgeführt. Sieben Teile sind ganz neu
hinzugekommen, bei sechs davon lagen Skizzen Mozarts vor
und frühere Vervollständigungsversuche, aber das Agnus Dei
komponierte Levin ganz neu hinzu. Wir können alle gespannt
sein, wie das Werk mit Katharina Müller als Sopran, Ruth Sandhoff,
Alt, Scot Weir, Tenor und Tyler Duncan, Bass in der hoffentlich
vollen Marktkirche am 14. Oktober klingen wird.
Neugierig können wir alle auf die Aufführung des Mozart-
Requiems sein, welches in einer ergänzten Fassung von unserem
Kantor Martin Lutz am 18. November in der Marktkirche zu
hören sein wird. Seit dem Film „Amadeus“ kennt jeder die geheimnisvolle
Entstehungsgeschichte dieses Requiems, welches
sicherlich auch zu den Schönsten der Musik zählt. Seit der bekannten
Süßmayr-Version (Mozart stirbt während der Komposition),
welche noch von seiner Frau Constanze in Auftrag gegeben
wurde, hat die Musikwissenschaft viele wertvolle Hinweise
über den Auftraggeber und die nicht mehr vollendeten Sätze
gefunden. So können wir uns alle auf die sicher einmalige Aufführung
dieses Requiems freuen.
Wolfgang Amadeus Mozart im Herbst in der Marktkirche,
jeweils ab 19.30 Uhr:
Samstag 14. Oktober "Große Messe c-Moll
Samstag 18. November "Requiem" mit
Schuberts "Unvollendete", Sinfonie in h-Moll
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Zudem freuen wir uns alle schon auf die Solisten, allen voran
Heidrun Kordes, welche so phantastisch in unserem Sommerkonzert
gesungen hat, die in Mozarts Solo-Motette "Exsultate,
jubilate" und in der Krönungsmesse so überzeugte:
Heidrun Kordes, welche bis 2000 Ensemblemitglied des Hessischen
Staatstheaters war und heute Professorin an der Frankfurter
Musikhochschule ist. "Die Motette bot einmal mehr Gelegenheit,
ihre große vokalvirtuose Wendigkeit, ihre Sicherheit im
Einbinden der reichen Verzierungen und ihre nach wie vor glänzend
leicht geführten Sopran-Höhen unter Beweis zu stellen"
(Wiesbadener Kurier, 21.6.2006).
Im Requiem wird sie zusammen mit Susanne Schaeffer, Alt,
Scot Weir, Tenor und Friedemann Röhlig, Bass sicherlich ein
schönes und kompetentes Solisten-Quartett bilden. Neben dem
Chor wird das Bach-Ensemble Wiesbaden den größten Part in
der Aufführung haben. Das Orchester unter der Leitung unseres
Kantors Martin Lutz, wird noch Franz Schuberts ebenfalls unvollendete
h-Moll-Sinfonie spielen.
Wer Lust hat, das Bach-Ensemble in schöner Umgebung und in
einem reinen Orchesterkonzert zu hören, der ist herzlich eingeladen
für Sonntag, den 17. September ins Dormitorium im Kloster
Eberbach.
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Hier wird Wolfgang A. Mozarts "Posthorn-Serenade" (KV 320)
und Joseph Martin Kraus´ (1756-1792) Sinfonie in cis-Moll zu
hören sein. Kraus - in Stockholm zu Ruhm gekommen - war wie
Mozart ein Rebell und Querkopf. Joseph Haydn schreibt über
diese Sinfonie "Ich besitze von ihm eine seiner Sinfonien, die
ich zur Erinnerung an eines der größten Genies, die ich gekannt
habe, aufbewahre."
Dormitorium Kloster Eberbach, 17. September, 16.00 Uhr:
Wolfgang Amadeus Mozart: Posthorn-Serenade (KV 320)
Joseph M. Kraus:Sinfonie in cis-Moll
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Hinweisen möchte ich auch auf zwei Schiersteiner Vespermusiken:
"Detta la Monica" mit Parnassi musici aus Freiburg. Dieses
Ensemble, welches zahlreiche wunderschöne CDs herausgebracht
hat, stellt hier eine Vielzahl von Instrumentalwerken vor,
welche als Ursprung ein Klagelied des 17. Jahrhunderts haben.
"La Monica" erzählt die Geschichte eines armen Mädchens, das
in ein Kloster gehen soll und dies nun wirklich nicht möchte.
In der anderen Vespermusik werden Kompositionen alter Meister
zeitgenössischer Musik in direktem Bezug gegenüber gestellt.
Ensemble Mediolanum, das sind Sabine Ambos, Blockflöte,
Felix Koch, Violincello und Wiebke Weidanz, Cembalo. So
wird Telemanns d-Moll-Sonate, Bachs h-Moll-Fuge aus dem
wohltemperierten Klavier zu hören sein.
Schiersteiner Vespermusiken, jeweils um 17.00 Uhr in der Christophoruskirche:
am Samstag, 30. September: "Dette la Monica"
mit Parnassi musici, Freiburg und
am Samstag, 25. November: "Grenzgänge"
mit Ensemble Mediolanum
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Weiterhin möchte ich noch auf drei Bach-Vespern im Herbst hinweisen:
Schiersteiner BachVespern, jeweils um 17.00 Uhr in der Christophoruskirche (Einführung 16.30 Uhr):
am Sonntag, 10. September: Johann S. Bach
"Allein zu dir, Herr Jesu Christ" (BWV 33)
Schiersteiner Kantorei,
am Sonntag, 8. Oktober: Johann S. Bach
"Gott soll allein mein Herze haben" (BWV 169)
Kantorei St. Katharinen, Frankfurt und
am Sonntag, 5. November: Johann S. Bach
"Es erhub sich ein Streit" (BWV 19)
Kantorei St. Katharinen, Frankfurt
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Alle drei Gesprächskonzerte in unserer Reihe "BachVespern
Frankfurt-Wiesbaden" sind auch immer am Samstag des gleichen
Wochenendes in St.Katharinen in Frankfurt zu hören. Eintritt
wird keiner erhoben, da es sich um Gottesdienste handelt.
Besonderen Anlass zum Feiern hat in diesem Jahr die Kantorei
St. Katharinen. Sie feiert ihr fünfzigjähriges Jubiläum. Die groß
besetzte Festkantate am 4. und 5. November: "Es erhub sich ein
Streit" , bildet einen Teil der Feierlichkeiten.
Es lohnt unbedingt, diese selten aufgeführten Kantaten zu hören.
Alle weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem separaten
Programm, welches in unserer Kirche ausliegt, oder im Internet
auf unserer Homepage "www.bach-wiesbaden.de".
Wir alle können uns auf dieses reichhaltige Programm freuen.
Unsere Kantorei wird auch diese zum Teil sehr anspruchsvolle
Musik in überzeugender Qualität meistern.
Svenja Breil, Mitglied der Schiersteiner Kantorei
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