"Herr, stell eine Wache vor meinen Mund,
eine Wehr vor das Tor meiner Lippen." Ps. 141,3
Liebe Scheerstaaner,
liebe Mitglieder unserer Christophorusgemeinde,
da sage mal einer, die Bibel wäre ein veraltetes und weltfremdes
Buch! Dies Wort beweist doch aufs neue, dass sie alles andere
als das ist, oder?
Wer kennt das denn nicht aus dem eigenen Leben: „Oh je, was
ist mir da herausgerutscht, das ist aber gar nicht so angekommen,
wie ich das gewollt habe." Immer wieder passiert das, und
wir und andere werden Opfer unserer Spontaneität. Man hat jemanden
verletzt, ohne es zu wollen. Das Wort kam einfach zu
schnell, zu unbedacht heraus.
Eine Erfahrung, die den Alltag durchzieht. Und es ist gar nicht
leicht, damit umzugehen. Völlig kontrolliert reden, am besten
wenig und wenn, dann dreimal durchdacht: darum kann es ja
auch nicht gehen. Das wäre ein langweiliges, ein steriles Miteinander.
Aber einfach alles rauslassen, das geht eben auch nicht.
Beim Sprechen haben wir eine Verantwortung auch für die, die
unsere Worte hören. Eine ganz kleine Veränderung der Sache,
eine ganz kleine Zusammenstellung von Dingen, die nichts miteinander
zu tun haben: und schon ist das tollste und falscheste
Gerücht losgetreten, das man sich denken kann. Daran erinnert
das Psalmwort. Darum muss eine Wache an unserem Mund stehen,
muss eine Bremse da sein, die etwas Unbedachtes zurückhalten
kann, damit nicht ein Scherbenhaufen zurückbleibt.
Herr, stell eine Wache vor meinen Mund!
Die soll uns nicht die Spontaneität und die Freude am Gespräch
nehmen. Sie soll aber den anderen schützen vor unbedachten
Äußerungen, die Gerüchte auslösen, verletzen und Beziehungen
zerstören. Weil Worte Großes anrichten können, darum erinnert
uns das Bibelwort: geht bedacht, geht liebevoll mit euren Worten
um! Gute und freundschaftliche Beziehungen unter den
Menschen in Nachbarschaft, Gemeinde und Ort sind der Lohn
dafür!
Ihr Pfarrer Jörg Mohn |
Vor, während und nach dem Fest sah man viele fleissige Hände.
Allen, die gespendet, gearbeitet, gemalt, gesungen, getanzt usw.
usw. haben, sei herzlich gedankt.
Glück auf zum nächsten Sommerfest! HL
Viele Gäste, darunter auch zahlreiche Passanten, ließen es
sich im Schatten bei Speise und Trank wohlergehen.
Die "Minis" der Kindertagesstätte zeigten begeistert, was sie
gelernt hatten.
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